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Pulled Pork, die Königsklasse des BBQ oder eine Reise fast biblischen Ausmaßes

So, nun ist es also soweit, ich versuche mich an der Königsklasse des BBQ – Pulled Pork.
Für Pulled Pork wird entweder Schweinenacken oder Schweineschulter verwendet. Ich habe
mich für Schweinenacken vom Schlachter meines Vertrauens entschieden.Insgesamt 3 Kilogramm, wobei ich diese in zwei Stücke a 1,5 kg aufteilen lassen haben, da ich zwei unterschiedliche Rubs (Classic  Rub, Lidl Grilli Maisteri Curry & Cocos) ausprobieren will.
Der Lidl Grilli Maisteri Curry & Cocos Rub, ein Mitbringsel aus Finnland.

Was wird benötigt?

– Schweinenacken
– Trockenrub
– Senf oder geschmacksneutrales Öl
– Smoker
– Kohle ca. 3,5 – 4 kg
– Räucherchips „Fire Spice Hickory Chips“ von Weber
– BBQ – Sauce
– Coleslaw
– Brötchen
– Apfelsaft
– Zeit

Als Nächstes mußte also der Trockenrub für das Fleisch her. Gesagt, getan.
Folgende Zutaten werden für den Classic Rub benötigt. Alle Zutaten gut vermischen
z.B. in eine kleine Tupperbox geben und gut durchschütteln.

Classic Rub

2 EL        Salz
4 EL        frisch gemahlener schwarzer Pfeffer.
8 EL        Rohrzucker
4 EL        Paprikapulver, edelsüß
3 EL        Zwiebelgranulat
3 EL        Knoblauchgranulat
3 EL        frischen oder getrockneten Rosmarin
1 EL        Thymian
1 EL        Senfpulver oder im Mörser gemahlene Senfkörner
2 EL        Chilipulver

 

Lidl Grilli Maisteri Curry & Cocos von Lidl Finnland

 

Überschüssiges Fett habe ich, bevor ich den Rub aufgetragen habe,abgeschnitten. Danach
wurde das Fleisch dünn mit Senf eingestrichen, damit der Rub besser hält. Auch hier gibt es wieder unterschiedliche Meinungen. Die beiden Fleischstücke wurden vollständig mit den
Rubs bedeckt und kamen Freitag Abend in den Kühlschrank, damit der Rub bis Samstag
Abend schön in das Fleisch einziehen kann.

 

Samstag wurden die Räucherchips WEBER® Fire Spice Hickory Chips gewässert und der Minion Ring gelegt. Durch den Minion Ring schafft man es, den Smoker über Stunden auf Temperatur zu halten, ohne ständig Kohle nachzufüllen. Diesmal habe ich die Variante gewählt, die wie eine „Schnecke“ seitlich abbrennt. Das letzte Mal hatte ich den Ring in der Mitte mit vorgeglühten Kohlen aufgefüllt. Für den Ring habe ich ca. 3 – 4 kg Kohle verwendet. Ich habe in der Mitte eine Kugel aus Silberfolie platziert, damit die Kohle nicht zusammenfällt und sich komplett entzündet und einen Trenner aus Silberfolie am Ende. Jetzt wurden die Räucherchips auf der Kohle verteilt und der Smoker mit der vorgeglühten Kohle aufgefüllt. Auf die glühenden Kohlen kam dann noch ein ordentlicher Schwung Räucherchips, damit in den ersten zwei bis drei Stunden ordentlich Rauch erzeugt wurde. Gruß an die Nachbarschaft!

Zum Schluß kam die Wasserschale mit vorgewärmten Wasser in den Smoker. Durch die Wasserschale wird zum einen die Temperatur besser gehalten und zum anderen trocknet das Fleisch nicht aus, da ständig Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf abgegeben wird. Die Wasserschale also regelmäßig befüllen! Der Smoker wurde verschlossen, damit dieser auf Temperatur kommen konnte.

Das Fleisch habe ich eine Stunde vor dem Smoken aus dem Kühlschrank genommen, damit es
sich auf Raumtemperatur erwärmen konnte. Als die Temperatur von ca.125 °C erreicht war,
wurde das Fleisch in den Smoker gelegt. Das Wetter war Bombe und es wurde kein Regen für
die Nacht vorhergesagt. Also habe ich gegen 23.30 Uhr, um ca. 21.00 Uhr habe ich angefangen,
die Wasserschale mit kaltem Wasser nachgefüllt, damit dies hoffentlich nicht so schnell
verdampft und mich zur Nachtruhe begeben.

Sonntag Morgen 6.00 Uhr, der Wecker klingelt und ich hüpfe wie ein junger Gott aus dem Bett
und hoffe, dass der Smoker durchgehalten hat. Sieht alles gut aus! Gegen 10.00 Uhr fängt die Temperatur zu fallen an. Ein Blick in den Smoker und verdammt, die Kohle geht langsam zu
Ende. Also habe ich den Smoker schnell auseinandergebaut und ein wenig Kohle nachgefüllt.
Ab ca.11.00 Uhr habe ich dann angefangen das Fleisch mit Apfelsaft zu besprühen. Habe eine Sprühflasche für Pflanzen umfunktioniert. Dies habe ich dann halbstündlich, bis ca. 13.00 Uhr, durchgeführt. Dann war die Kerntemperatur von 92 °C für eine Stunde erreicht.

 

 

Danach wurde das Fleisch vom Smoker genommen und konnte sich eine Stunde in einer Kühlbox mit Wärmflaschen ausruhen. Anschliessend wurde es gnadenlos zerrupft und mit eine wenig BBQ-Sauce durchgemanscht. Zum Schluß ein Brötchen aufschneiden, Coleslaw Salat draufgeben, Pulled Pork dazugeben und einen Schuß BBQ – Sauce on Top! Danach heißt es einfach nur noch genießen. Eigenlob stinkt ja bekanntlich, aber ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Kritiker, wenn auch nicht ganz objektiv, waren jedenfalls begeistert und auch ich muß sagen, dass der Aufwand von ca. 15 Stunden sich vollends gelohnt hat! Das war nicht das letzte Mal, dass ich Pulled Pork gemacht habe. Verdammt, probiert es einfach aus!!!!!

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